Über die verdrängten Schattenseiten der Pflege
Dezember 2009 | Meinung von Redaktion | Neue Artikel per Mail erhaltenEs gibt so Themen, die sind präsent und überhaupt nicht präsent - zugleich. Für diejenigen, die sie betreffen, bestimmen sie den Alltag, sind immer präsent und vordergründig. Die anderen haben die Thematik vielleicht im Hinterkopf, aber sie betrifft sie nicht wirklich - vielleicht noch nicht. Problematisch wird es dann, wenn die Thematik tabuisiert ist und bleibt, obwohl viel Aufklärungsarbeit geleistet wird. Pflege im Alter ist ein Thema dieser Art. Viele Menschen sind unsicher und unwissend, was Pflege, Pflegevorsorge oder Pflegerente betrifft - und verhalten sich dementsprechend. Zu der Unsicherheit kommt nicht selten, dass das Thematisieren als unangenehm eingeschätzt und deshalb vermieden wird. Das betrifft die Angehörigen genauso wie die Betroffenen selbst. Jeder, der ein Gespräch im Rahmen der Familie geführt hat, weiß um die sensible Thematik und jeder, bei dem ein Gespräch dieser Art noch nicht notwendig war, kann sicherlich in etwa einschätzen, wie schwierig dieser Schritt für alle Beteiligten ist.

Was Familienmitgliedern - meist verschiedener Generationen - oft schwer fällt, ist das Eintreten in ein offenes Gespräch, in einen Dialog, in dem die Thematik rundum Alter, Krankheit und Pflege aufgegriffen wird. Ein erster Schritt, der den Einstieg in solchen Generationsgespräche erleichtern könnte, kann die Broschüre “Lass und reden!” sein. In Zusammenarbeit mit Psychologen hat der Deutsche Ring damit eine Publikation erarbeitet, die diese wichtigen Fragen auf die Agenda holt, Ratschläge gibt und Familien schließlich hilfreich zur Seite steht.
Frühestmöglich an die Pflegevorsorge denken
Pflege und Pflegevorsorge ist nicht nur eine psychische, sondern zudem eine finanzielle Angelegenheit. Was ist, wenn die Pflege zur täglichen Sache wird? Was ist, wenn die finanzielle Grundlage aus der Krankenversicherung nicht ausreichend ist? Was ist, wenn die Aufgabe Familienmitglieder betrifft, die mitten im Berufsleben stehen? Und sie die zu pflegende Person aber so gut kennen wie niemand anderes sonst? Und vor allem: Wie kann mit der zunehmenden Mobilität umgegangen werden - wenn betroffene Familienmitglieder nicht im selben Ort wohnen? - Es sind viele Fragen, die gestellt, und viele Aspekte, die bedacht werden müssen. Gerade deshalb ist es elementar, sich so früh wie möglich mit ihnen auseinanderzusetzen.
Spreu vom Weizen trennen - auch bei der Pflegeversicherung
Versicherungsangebote gibt es wie Sand am Meer - doch gerade bei dem sensiblen Thema Pflege gilt es, die Entscheidung nicht voreilig zu treffen und an die wesentlichen Faktoren zu denken. Denn es ist eben neben der finanziellen vor allem eine emotionale Angelegenheit. Im Hinblick auf diese Herausforderung hat der Deutsche Ring schon im Jahr 2006 die Generationsstudie “Altersträume” herausgebracht. Doch nicht nur durch Publikationen dieser Art, sondern insbesondere durch die Versicherungsleistungen hat sich der Deutsche Ring einen Namen gemacht. Ein Hauptaugenmerk liegt auf Service und Beratung, so etwa mit der RingPflegeRente, die die Garantie eines Pflegeplatzes genauso einbezieht wie den Pflegemanager. Und wer sich individuell beraten lassen möchte, kann über die Internetseite ein persönliches Gespräch beordern.
Informieren im Vorfeld
Wer Interesse an der Broschüre “Lass und reden!” und dem Informationsangebot hat, kann sie im Internet kostenlos herunterladen.
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